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Montag, 14. September 2015

Zeit für deine Seele - Seminar und Energieheilreise in Themar / November 2015

Studyo-t
Samstag, 28.11. 10:00 - 18:30 Uhr (inkl. kraftvoller Abendzeremonie)
Sonntag, 29.11. 09:00 - 16:30 Uhr

Nutze die vereinte Kraft zweier uralter Heilweisen für eine innige Begegnung mit deiner Seele, für die Liebe zu dir selbst und ein tiefes Verbundensein mit der Welt. Erlerne Schamanisch Reisen und nutze diese kraftvolle Methode für dich und dein Leben. Wir begleiten dich voller Freude bei diesem individuellen Prozess mit Yoga & Yin Yoga, Meditation und natürlich schamanischen Reisen…
Michaela Pfütsch - Yoga-Lehrerin, Yoga-Therapeutin
Jennie Appel - Schamanin, Autorin, Yoga-Lehrerin
Frühbucher-Preis bis 30. September 2015: 175,- Euro (danach 195,-)

Anmeldungen unter: studyo-t@web.de





























Studyo-t   *Special mit Autorin Jennie Appel*
Freitag, 27. November 2015 
19:00-21:30 Uhr
Während der Energieheilreise kann jeder für sich ein Thema energetisch bearbeiten, Blockaden lösen und zu seiner ursprünglichen Kraft zurückfinden. Schamanische Seelenteilrückholung erleben und sich von seiner Seele berühren lassen...
25,- Euro (für TeilnehmerInnen des Seminars frei!)

Montag, 27. April 2015

Ein paar ermutigende Worte für Hochsensible - und alle anderen, denen die Welt manchmal zuviel wird...

Jeder hochsensible Mensch, der seine Gabe dankbar annehmen kann und mit der Welt teilt, ist ein Geschenk für all die anderen hochsensiblen Menschen. Es ermutigt euch gegenseitig! Wenn es euch schwerfällt, euch der Welt zuzuwenden - weil sie zu laut, zu dicht, zu anstrengend erscheint - sucht euch jene, die euch ähnlich sind, um euch langsam wieder auf die Welt zuzubewegen. Es gibt so wundervolle Möglichkeiten, sich zusammenzuschließen und gemeinsame Wege aus dem Rückzug, dem Burn-Out oder was immer es auch sei, heraus zu finden und wieder ganz aktiv Teil der Welt um euch herum zu sein (zumindest immer wieder einmal, als sanfter  Einstieg). Kürzlich erreichte mich eine ganz liebe Einladung zu einem "Hochsensiblen-Stammtisch" von ein paar Frauen, die sich einmal im Monat treffen, gemeinsam Essen gehen und sich austauschen. Ich freue mich über selbst erschaffene Möglichkeiten wie diese. Vernetzt euch miteinander, begleitet einander und ich bin sicher, ihr werdet gemeinsam großartige Wege finden, die für jede/n Einzelne/n gerade gangbar sind. Du bist nicht "ganz besonders anders" und damit allein oder ausgegrenzt, sondern genauso anders, besonders und individuell, wie es jeder einzelne Mensch ist. Und trotz all der Unterschiede sind wir letztlich alle miteinander verbunden und können bei Treffen wie diesen spüren, dass es doch auch Menschen gibt, denen es ähnlich ergeht, wie uns. Menschen, die die Welt ähnlich wahrnehmen, ähnliche Herausforderungen zu meistern haben und ähnliche Gaben einbringen können. Der Begriff "Hochsensibilität" entstand ohne Wertung (im Sinne von höher, besser, entwickelter o.ä.), sondern versucht u.a. zusammenzufassen, welche anderen Eigenschaften das Nervensystem aufweist, wieviel mehr Eindrücke es durch die Wahrnehmungsfilter schaffen oder wieviele Reize auf die Sinne einwirken. Doch Begriffe wie diese bergen in sich auch Abgrenzungen wie eben "ich bin anders" oder "die Welt ist so anders als ich". Ja, vielleicht ist das wirklich so und vielleicht ticken nicht viele Menschen genau wie du - das geht jedoch auch vielen anderen so, die nicht hochsensibel sind. Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass es Menschen gibt, die uns verstehen und nachempfinden können - und auch dies gilt nicht nur für Hochsensible. Jeder Mensch sehnt sich im Grunde seines Herzens nach Zugehörigkeit, Nähe und Verbindung. 
Wenn du das Vertrauen in andere verloren hast oder dich gerade sehr erschöpft fühlst, ist es völlig in Ordnung, dich eine Zeit lang vielleicht eher in Gegenwart von Tieren oder in freier Natur so richtig wohl zu fühlen. Doch diese Zeilen ermutigen dich vielleicht, nach einer Phase des Auftankens, für dich stimmige Wege zu suchen, die dich wieder mehr und mehr in die Geschehnisse der Welt und deiner direkten Umgebung einzubinden... Ich wünsche dir, dass du dies vertrauensvoll wagen kannst und schon bald achtsame Menschen an deiner Seite sein werden, die dich dabei unterstützen, wenn es einmal hakt. 

Letztendlich richten sich diese Worte an alle, denen die Teilhabe an der Welt gerade schwerfällt und ganz gewiss nicht nur an Hochsensible. Jeder Mensch, der sich traut, seine einzigartigen Gaben mit der Welt zu teilen, ist ein Geschenk für alle anderen - inklusive sich selbst!
Es gibt so viele wunderbare, achtsame, großherzige und mutige Menschen "da draußen" - du bist nicht allein! 


direkt zur CD - BUY LOCAL - sinnvoll in diesen Zeiten

Donnerstag, 26. März 2015

Schamanische Seelenteilrückholung und Hochsensibilität

Copyright: Teutoburger Forum, Petra Jastro

Unter folgendem Link finden Sie das komplette Magazin MEILE, Ausgabe Nr. 99, mit einigen anderen spannenden Artikeln:
http://issuu.com/www.teutoburger-forum.de/docs/m99


Für eine bessere Lesbarkeit, hier noch einmal der Artikel in Textform:

Die Kraft der Erde für Hochsensible
Schamanische Seelenteilrückholung und Hochsensibilität

Eine überfüllte S-Bahn, Gesprächsfetzen und mp3-Gezischel, dann ein Großraumbüro mit Kollegen, die ihre Emotionen ungefiltert herausposaunen, ständigem Klicken von unzähligen Tastaturen und einer To-Do-Liste, die kein Ende nimmt. Abends dann in der S-Bahn zurück, genervte Blicke und Eile überall, gefolgt von den Anforderungen, die die Familie stellt. Für viele Menschen sieht so der Alltag aus – und die meisten kommen auch mehr oder weniger gut damit zurecht. Doch es gibt unter ihnen auch Menschen, denen all diese Einflüsse, welchen sie täglich ausgesetzt sind – Geräusche, Gerüche, grelle Lichter, fremde Emotionen, Stress und Aufregung – einfach zu viel sind. Während die einen Menschen über funktionierende Filter verfügen, die ihr Innenleben vor dem Lärm der Welt schützen, können andere diesen nicht einfach an sich abprallen lassen. Diese besondere Empfänglichkeit, die sich in einem sehr hohen Einfühlungsvermögen auch sehr positiv äußert, führt nicht selten zu einem gewissen Leidensdruck und wird als Hochsensibilität bezeichnet. 


Obwohl bereits C.G. Jung das Phänomen der Hochsensibilität erkannte, wird dies erst seit 1999 intensiver erforscht und stößt in jüngster Zeit – aufgrund der vielen Menschen, die die Folgen einer erhöhen Sensitivität beklagen – auf immer größeres Interesse. 
Hochsensible haben aufgrund der physiologischen „Disposition“ des Nervensystems eine höhere Empfänglichkeit für äußere Reize wie z.B. Geräusche und Gerüche und für innere Reize wie Stimmungen, Gefühle anderer, Erinnerungen und intuitive Ahnungen. Da jeder Sinneseindruck stärker und detaillierter wahrgenommen werden kann, sind Hochsensible oft damit beschäftigt, sich vor Reizüberflutung zu schützen, sich zurückzuziehen oder sich anzupassen. Die hohe Informationsdichte, die das Gehirn zu bewältigen hat, kann zu emotionaler Instabilität, Überforderung und starken Stresssymptomen führen. Obwohl Hochsensible über ein reiches inneres Potenzial verfügen, können sie dies oftmals nicht voll in ihr Leben integrieren und werden häufig als „seltsam“, überempfindlich, dünnhäutiger oder langsamer als andere wahrgenommen.
Während der eine Mensch also die überfüllte S-Bahn mit stoischer Gelassenheit erträgt, kann sie sich für den Hochsensiblen subjektiv wie ein „Dauerangriff“ präsentieren. Das gleiche gilt für die Emotionen anderer Menschen: z.B. der Trauer einer Freundin, die ein Hochsensibler im wahrsten Sinne des Wortes miterleidet und teilweise nicht von den eigenen Gefühlen abgrenzen kann. 
Ist solch ein Mensch einem traumatischen Erlebnis ausgesetzt, Emotionen, die ihn wirklich völlig überwältigen, kann es sein, dass der empfindsamen Innenwelt nur ein Ausweg bleibt: der verletzte Anteil wird abgespalten, so dass zumindest diese Emotionen nicht mehr erlebt werden müssen. Der Mensch wirkt dann oft wie zersplittert oder agiert fahrig.
Schamanische Traditionen kennen seit Tausenden von Jahren solche Zustände, denen gerade Hochsensible oft ausgesetzt sind, und können hier Aufschluss über die Befindlichkeit des Menschen geben. Dies ist einer der Gründe, warum schamanische Arbeit für hochsensible Menschen ein so wertvolles Werkzeug sein kann. Es ist leicht vorstellbar, dass Menschen mit einer Feinwahrnehmung psychosozialer Geschehnisse (Befindlichkeiten, Stimmungen, Emotionen anderer Menschen), einer detailreicheren Wahrnehmung und u.a. auch damit einhergehender erhöhter Schmerzempfindlichkeit bereits in der Kindheit (traumatische) Momente der Reizüberflutung erleben. 

Aus schamanischer Sicht führen einschneidende, traumatische Erlebnisse zum Verlust von Seelenteilen. Um das Trauma, den Schock als gesamtes Wesen zu überleben, begeben sich Teile der Seele an einen sicheren Ort, an dem ihn niemand mehr verletzen kann. Auf diese Art einen Teil des Schmerzes zu verschieben hilft, das Trauma, die Demütigung oder die Angst zu überstehen. Es handelt sich dabei um einen brillanten Überlebensmechanismus, der uns davor schützt, bei entsprechenden Erlebnissen gänzlich innerlich zu zerbrechen. So geht nur ein Teil von uns, damit wir weiterhin in der Welt zurechtkommen können. Diese Orte können mithilfe einer schamanischen Reise aufgesucht werden.

Die moderne Psychologie erkennt an, dass Teile des Selbst abgetrennt werden können und spricht hier von Dissoziation („Abtrennung“), jedoch weniger davon, was dissoziiert – an dieser Stelle sprechen die Schamanen von der Seele, der Lebenskraft oder der Essenz –, und beziehen damit auch den energetischen, spirituellen Aspekt mit ein. Eine tiefenpsychologische Analyse kann uns helfen, das Geschehene zu verstehen, doch ein Gefühl des Getrenntseins oder der Unvollständigkeit bleibt oft weiterhin bestehen. Gerade Hochsensible Menschen erleben häufig einen langen emotionalen Nachklang des Erlebten, der ihnen regelrecht „in den Knochen steckt“.

Grundsätzlich kann alles, was einen Schock verursacht, zum Aufspalten der Seele führen. Unfälle, Überfälle bzw. Gewalterfahrungen, Missbrauch in jeglicher Form, Trennungen (Gefühl, als sei ein Teil, z.B. das Herz, noch beim Ex-Partner) und zerrüttete Familienverhältnisse, schwere Operationen oder der Tod einer nahestehenden Person (»Es ist, als sei auch ein Teil von mir gestorben.«). Es können auch Emotionen der Kindheit sein, das Gefühl, verlassen oder nicht geliebt zu werden. 
Während einer schamanischen Reise spürt der Schamane verlorene Seelenanteile auf, tritt mit ihnen in Kontakt und vereint sie wieder mit dem Klienten. Da ein solcher Seelenanteil nicht nur den Schmerz der damaligen Situation auf sich nimmt, sondern oftmals auch Charaktereigenschaften, Talente und Fähigkeiten in sich verschließt, können Schamanen oftmals auch von diesen Gaben berichten, die nun mit dem Seelenanteil zurückgekehrt sind. Viele Hochsensible fühlen sich ohnehin aufgrund der erhöhten Sensibilität wie Außenseiter in der Gesellschaft und leiden darunter sehr. Dieser ganzheitliche Ansatz hilft ihnen, Teile ihrer Lebensgeschichte aus der Tiefe ihrer Seele heraus zu verstehen und anzunehmen, ihre Seelenanteile willkommen zu heißen – und damit letztlich auch sich selbst. Als zutiefst naturverbundene Spiritualität hilft schamanisches Wirken den sensiblen Menschen auch mit unterstützenden Übungen und Techniken, die nachhaltig erdend wirken und damit die Basis legen, sich in der Welt verwurzelt und geborgen zu fühlen. In Zeiten von starken Reizüberflutungen ist es mit zunehmender Übung immer leichter, sich zu erden und dem zarten Nervensystem Ruhe zu schenken. Ein „Nestbau für die Seele“ ist nach einer Seelenteilrückholung eine wundervolle Möglichkeit, sich intensiver mit den eigenen Gaben und Fähigkeiten zu beschäftigen und wird insbesondere hochsensiblen Menschen dabei helfen, ihre viel zu oft als „Fluch“ empfundene Gabe schätzen zu lernen und zu umarmen. Diese Nachsorge ist oftmals genau das, das sensiblen Menschen besonders in der Zeit des Heranwachsens in einer lauten Welt gefehlt hat: liebevolle Zuwendung und Geborgenheit. In einem achtsam gestalteten Nest und tief verwurzelt mit der Erde kann ein hochsensibles Wesen entspannt durchatmen und seinen überaktiven Sinnen eine erholsame Pause schenken.
Auf diese Weise wird die herausfordernde und mitunter eher leidbringende Seite der Hochsensibilität zumindest abgemildert, während die grundsätzliche Empfindsamkeit weiterhin als Gabe verstanden wird, die in dieser Welt wunderbare Dienste leisten kann. Eine Gabe, die anderen Menschen hilfreich zur Seite stehen kann, indem sie mitfühlt – und nicht immer mitleiden muss.

© Jennie Appel


Mehr zum Thema Seelenteilrückholung

Montag, 3. November 2014

Samhain Nachklang...

Danke für ein berührendes "Nestbau für die Seele"-Seminar zu Samhain. Wir haben die Unterstützung unserer Ahnen sehr genossen und dankbar annehmen dürfen.



Montag, 18. August 2014

Zeit, deinen Platz einzunehmen - Zeit für DICH *Seminar-Ankündigung*

Liebe Klienten, liebe Interessierte,

auch wenn wir uns noch mitten im Sommer befinden, möchten wir bereits jetzt auf unser Herbst-Seminar aufmerksam machen.
Der November unterstützt unsere Innenschau und die Natur unterstützt uns dabei ganz selbstverständlich alles abzuwerfen und loszulassen, das uns nicht (mehr) nährt oder unserem Lebensweg dient. Manches drängt zum Loslassen, anderes zur Veränderung oder Verwirklichung.
Auch wir spüren dieses Jahr ganz deutlich Wind und Wellen des Lebens und vertrauen uns diesen Gezeiten an.
Vielleicht gibt es bei Ihnen/dir ebenfalls etwas, das immer wieder genau gleich abläuft oder immer wieder anfällt und auf welche Art auch immer blockiert. Vielleicht sind Sie/bist du nicht auf deinem Lebensweg, deiner Bestimmunglinie.
Fehlt trotzdem die Kraft oder der Mut etwas zu verändern?!

Gemeinsam mit meiner geschätzten Kollegin Uta Johannsen biete ich eine außergewöhnliche und vielfach bewährte Möglichkeit an, gezielt Blockaden aufzuspüren, zu lösen und dann neu zu beginnen.
Wir haben, getragen von unserer fast 8-jährigen Zusammenarbeit, eine kraftvolle Art der systemischen Aufstellung entwickelt, die einen ganzheitlichen Blick auf jegliches anstehende Thema/Problem (nicht nur familiäre Themen!) ermöglicht.


Wir durften schon oft erleben, dass manche Themen sich so viel schneller innerhalb einer geschützten Gruppe und mit individueller Begleitung (er-) lösen!

Alle wichtigen Informationen befinden sich in der Seminarausschreibung im Anhang.

In diesen Zeiten des Wandels hat sich eines für uns nicht verändert: es gibt nichts Schöneres, als Menschen auf dem Weg in ihre Bestimmung zu begleiten, Wachstum und Strahlen in ihren Gesichtern zu sehen! Die persönlichen Veränderungen unserer bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegen uns.

Auf alle beherzten Teilnehmer/innen freuen wir uns deshalb sehr!
Mögen wir alle die Kraft des Herbstes nutzen, um all das abzuwerfen, das uns nicht mehr nährt! Mögen wir voller Freude und Kraft genau DAS ausstrahlen, was unsere Seele sich wünscht.
Hierzu dient natürlich auch eine Seelenteilrückholung in einem geschützten Rahmen. Wir erhalten soviel Kraft und Zugang zu den uns innewohnenden "schlummernden" Eigenschaften zurück, dass wir genährt und im wahrsten Sinne vollständiger unseren Lebensweg beschreiten können. Voller Liebe zu und Verständnis für uns selbst.
Zwei wunderbare schamanische Wege.
Es würde mich freuen, wenn eines der beiden Seminare Sie anspricht und wir uns dort kennenlernen oder wiedersehen.
Herzliche Grüße,
Jennie Appel.


Schamanische Aufstellungen

So wie ein Lampenschirm nicht mehr die ursprüngliche Helligkeit hat, wenn wir verschiedene Hüllen über ihn stülpen, so hat unsere Seele bedingt durch nicht verarbeitete Erfahrungen von ihrer ursprünglichen Strahlkraft verloren.
Sehnen Sie sich nach diesem Strahlen?
Wollen Sie endlich Ihre volle Kreativität ausschöpfen?
Unsere Seele hat Sehnsucht danach, dass sie von uns erkannt wird und auch, dass die seelische Not, die sich hinter einer Lebenssituation verbirgt, gewürdigt und behandelt wird. Jedes äußere Problem ist eine Art Auftrag der Seele an das Bewusstsein, sich um etwas zu kümmern, das unterhalb der sichtbaren Ebene verborgen liegt. Systemische Aufstellungen helfen dabei, diesen Punkt im Wurzelgeflecht des Lebens zu treffen und Themen oder Personen, die ohnehin in unserem Inneren leben, werden auf einmal auch im Raum lebendig, beginnen sich zu bewegen, zu erinnern und wir können mit ihnen intervenieren. Nach der Aufstellung senkt sich dieses entstandene Bild hinab ins Unbewusste und zeigt seine Veränderung auch im äußeren Erleben des Klienten. Die Tatsache, dass wir leiden, gibt uns zugleich einen Hinweis darauf, dass in uns eine andere Instanz ist, die uns dazu drängt, den Weg zu Ordnung, Harmonie, Gesundheit, Schönheit, Glück zu finden. Die Seele ruft nach der Erfüllung dessen, was in ihrem Innersten als stimmig angelegt ist.

Alles ist mit allem verbunden. Aufstellungsarbeit hat (wie vieles andere) ihre Wurzeln im Schamanentum. Zu Urzeiten war das Überleben eines Stammes sehr wichtig und dazu musste die (höhere) Ordnung gewahrt werden. Auch heutige Systemaufstellungen zeigen uns, dass wir alle eins sind und die ganze Welt potenziell in uns enthalten ist. Sie dienen dazu, dass sich zeigende Energien erlöst werden.
Begegnungen sind Schlüsselmomente – Chancen, in denen wir innerseelische Türen öffnen können. Wir alle sind potenzielle Türöffner füreinander, ob uns dies bewusst ist oder nicht. Es ist an uns, solche Momente ungenutzt vorüberziehen zu lassen oder mit dem Schlüssel das Schloss aufzusperren.

Nutzen Sie die Kraft der Begegnung in einem geschützten Raum, in dem nicht nur für Familienaufstellungen, sondern auch für systemische Aufstellungen zu beruflicher Neuorientierung, Konflikten (berufliches Scheitern, Partnerschaft), unerfüllter Partnerschaftswunsch oder jedwedem anderen Thema, ihren Platz finden.

Alle Aufstellungen werden umsichtig geleitet.
Jeder Teilnehmer erfährt die heilende Kraft der Gruppe und des Resonanzprinzips und wird je nach Bedarf während/nach seiner Aufstellung schamanisch behandelt (Seelenteilrückholung, Extraktion, Zeitlinienarbeit-Arbeit u.a.), erhält ergänzende Hilfe durch Homöopathie, Heilreisen und Energiearbeit.

Uralte Heilkunst und Weisheit verbindet sich mit Intuition, Energiemedizin und moderner Psychologie, um allen Teilnehmern umfassende Wege zu einem erfüllenden Leben aufzeigen zu können.
Seminarleitung:
Uta Johannsen, Heilpraktikerin, klassische Homöopathie, ausgebildete Energieseherin und Visionatics-Trainerin (Shamanic-Healing Institut), energetische Beraterin
Jennie Appel, ausgebildete Energieseherin und Visionatics-Trainerin (Shamanic-Healing Institut), energetische und psychologische Beraterin/Personal Coach, Yoga-Lehrerin, Studiosprecherin und Buchautorin (u.a. „Nestbau für die Seele“, „Die Ahnenreise“, „Öffne deinen heiligen Raum“, „Du bist nie allein!“)

Seminartermin: 22. + 23. November 2014
- Seminarzeiten Sa 09:30 – 19:00 Uhr und So 10:00 – 16:30 Uhr -

Ort: Praxis Uta Johannsen, Castillostr. 19, 61348 Bad Homburg
Investition: 275,- Euro (Frühbucherpreis 222,- Euro bei Buchung+Zahlungseingang bis zum 30.09.!) oder 111,- Euro ohne eigene Aufstellung (nur wenige Plätze verfügbar!)

Mitzubringen sind: Decken/Kissen/dicke Socken um gemütlich am Boden sitzen zu können, ein Getränk (Tee und Knabbereien werden gestellt)


Anmeldung (erbeten bis zum 10.11.2014):
Um einen intensiven Prozess zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
Die Plätze werden nach Anmeldetag reserviert. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an:


Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass energetische Heilung und die Teilnahme an unseren Seminaren oder Konsultationen keinesfalls den Besuch eines Arztes und dessen diagnostische Tätigkeit und Behandlung ersetzen kann und soll.
Ebenso wenig sollten Sie die von Ärzten verordneten Medikamente absetzen!

Montag, 26. Mai 2014

Monk Chat - die Mönche und wir...

Inzwischen bin ich bereits seit 3 Monaten zurück von meiner Reise und merke seit einigen Tagen ganz deutlich, dass sich jetzt alles Erlebte so richtig integriert und viele berührende Erkenntnisse erst jetzt ganz in mir "Wurzeln schlagen", umsetzbar sind. Ich bin sehr dankbar für die lehrreiche Zeit, die so viel in meinem Inneren bewegt hat.

Heute möchte ich in einem kleinen Reisebericht einen Einblick in den spirituellen Teil unserer Reise geben, für alle, die bereits interessiert gefragt und sich mitgefreut haben. Leider kann das niemals die echte Erfahrung wiedergeben und auch nur bruchstückhaft ausdrücken, was während der buddhistischen Unterweisungen, der Vipassana Meditationen oder der Monk Chats innerlich geschieht... Es ist also ein Versuch, es zu beschreiben.
Wir flogen los, um Nuad Phaen Boran (Traditionelle Thai-Yoga-Massage) zu lernen und sind dankbar für einen äußerst peniblen Lehrer, eine wunderbare Schule und Schulklasse, einen kraftvollen Wasserfall, viele verwunschene Tempel und eine intensive gemeinsame Zeit. 
Und für die Monk Chats, die so viel mehr waren, als der Name vermuten lässt.

Monk Chat
Ein unerwartetes buddhistisches Coaching

Es ist ein frühlingshaft warmer Tag im Norden von Thailand. Abseits des städtischen Treibens liegt versteckt innerhalb verwinkelter Nebenstraßen ein beeindruckender Tempel. Sein Äußeres besteht ganz und gar aus Silberbeschlägen, die im Sonnenlicht glänzen und alles um sich herum erstrahlen lassen. Überall schlendern die scheinbar zutiefst entspannten Mönche herum, in kleinen Gruppen warmer Gelb- und Safrantöne oder ganz allein in einem leuchtenden Orange, das durch den Glanz des Silbertempels so strahlend wirkt, wie für ein Postkarten-Fotoshooting ausgeleuchtet. Wie sind wir bloß an diesen Ort gekommen, den niemand zwischen den unscheinbaren winzigen Gassen vermutet hätte, den auch von den Einheimischen kaum jemand zu kennen scheint und der nun so überirdisch friedlich wirkt, als wäre er lediglich eine Kulisse für ein Hochglanz-Wellness-Magazin?! Wie kann es sein, dass nicht einmal die Tuktuk-Fahrer diesen Ort kennen? Ja, ganz sicher ist dies kein klassischer Touristentreffpunkt und vielleicht erhält gerade das den Zauber des Ortes so lebendig. Dieser Zauber bewirkt, das wir ehrfürchtig und ungewohnt langsam den Tempel umkreisen, die einzelnen Kunstwerke bewundern und eine ganze Weile im Inneren der Gebetshalle mit geschlossenen Augen vor den vielen mächtigen goldenen Buddhastatuen sitzen, von denen einige bis zur Decke reichen. In unserem persönlichen Inneren entsteht auf ganz natürliche Weise ein tiefer meditativer Zustand, geistig und körperlich. Wir fühlen uns zur Ruhe gekommen, friedlich und entspannt. 

Als wir nach einiger Zeit wieder die Augen öffnen und uns zum Gehen anschicken wollen, steht ein Mönch hinter uns, der uns lächelnd fragt, woher wir kommen. Schon in diesem Moment verspüren wir neben der Freude über das Gespräch gleichzeitig auch, wie seltsam befremdlich uns das Sprechen in normaler Lautstärke an einem solchen Ort vorkommt. Der erste von vielen Momenten, in denen uns bewusst wird, wie stark uns etwas wie die sonntäglichen Kirchgänge, das christliche Gebet oder die Ermahnungen der Großeltern in der Kindheit geprägt haben, selbst, wenn das jetzige Leben schon lange anders gestaltet wird. Meine Freundin sagt dazu später: „Es ist, als hätten wir das in den Genen.“ Der Mönch stellt uns weitere Fragen, es entsteht ein lebendiges Gespräch und wir freuen uns über seine Offenheit, sowie die Gelegenheit, etwas über diesen Tempel und die Geschichte hinter den filigranen Kunstwerken zu erfahren. 

Silber schmieden oder Gespräche führen - alles ist beseelt von Achtsamkeit

Wat Srisuphan, der Silbertempel. Ein stetiges helles Hämmern und Klopfen ertönt um ihn herum, manchmal unterbrochen von Glöckchen oder einem Gong, der zum Gebet einlädt. Die Mönche, die hier leben, arbeiten als Silberschmiede oder besser gesagt Künstler, die ihrer Liebe zu Buddha und seinen Lehren in unzähligen silbernen Werken Ausdruck verleihen und hierzu sogar Kurse für Interessierte anbieten. Als wir die Gebetshalle verlassen, fällt unser Blick zum ersten Mal auf den Unterstand vor einer kleineren Halle „Meditation Centre and Monk Chat“ (Meditationszentrum und Mönchsgespräche) und auf den dort bereitliegenden Flyer. „Erfahren Sie etwas über das alltägliche Leben der Mönche. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 17:30 bis 21:00 Uhr heißen wir alle Menschen jeden Alters willkommen, die eine spirituelle Unterhaltung mit Englisch sprechenden Mönchen wünschen. Vipassana Kurse werden ebenfalls angeboten“, ist dort zu lesen. Am direkt darauffolgenden Dienstag finden wir einen Tuktuk-Fahrer, der uns sehr abenteuerlich doch zielsicher pünktlich um 17:30 Uhr zum Tempel zurückbringt. Vor der kleinen Halle sind runde Tische aufgebaut, um die Stühle aus Holz gestellt sind. An jedem dieser Tische sitzt ein fröhlich lächelnder Mönch und erwartet Interessierte. Wir setzen uns an einen Tisch, an dem bereits eine junge Koreanerin, eine Schweizerin und ein Belgier sitzen - und unsere internationale Gesprächsrunde beginnt mit einem Smalltalk über die Länder, aus denen wir stammen, die jeweiligen Gründe für unsere Asienreise samt anvisierten Zielen und über das Wetter hier. 

„Warum habt ihr im Tempel so viele und so große Buddhastatuen? Würde nicht eine ausreichen?“ Der Mönch lacht lange und herzhaft bevor er antwortet: „Warum nicht?!“ Er verfällt in erneutes Lachen. „Die Christen haben nur einen Jesus am Kreuz im Raum hängen. Sie stellen diese Frage immer. Wir fragen: Warum denn nicht mehrere?!“

Es scheint, als ob sich keiner so recht traut, mit der ersten klaren Frage an den Mönch herauszuplatzen - obwohl dieser offen und gesprächig mit uns kommuniziert. Der junge Belgier fragt, wie der Tag im Leben der Mönche beginnt und was sie so tun und das Gespräch wird spannender, inniger, tiefer und weiser. Der kleine Mönch erinnert an eine sehr junge, wenngleich alterslos erscheinende, Ausgabe des Dalai Lama und wir fragen uns, wie alt er wohl ist. Was immer er auch gefragt wird und wie herausfordernd oder gar rebellisch so manche Frage an ihn gerichtet wird - er bleibt geduldig, freundlich und offensichtlich erheitert. Er bleibt keine Antwort schuldig und wie nebenbei lehrt er uns die Werte der buddhistischen Lebensgemeinschaft, die (für ihn) wichtigsten Lehren des Buddha, die Regeln der Achtsamkeit und gibt uns Anstöße für unser eigenes Leben, als hätten wir ein Coaching mit buddhistischem Schwerpunkt. Eventuelle Gegenfragen sind gekonnt platziert und dennoch wirkt alles so leicht und spielerisch als säßen wir dort mit einem weisen Kind.
Eine Frau in knappen Hot-Pants, Spaghettiträgertop und ausladendem Dekolleté platzt in die Monk Chats und ruft „Hat hier jemand einen Schal oder einen langen Rock?!“ Einer der Mönche steht auf, zupft sich seelenruhig sein Gewand zurecht und fragt sie freundlich lächelnd, wie er ihr helfen kann. Es ist ein Stimmungswechsel spürbar, der von einem Tuscheln an manchen Tischen oder irritierten Blicken eingerahmt wird. Die Frau möchte in den Tempel hinein, hat aber nichts dabei, um sich zu verhüllen. Der Mönch entgegnet freundlich, dass er weder einen Schal noch einen Rock für sie habe, der Tempel jedoch allen offen stehe, die ihn betreten möchten und weist mit einer einladenden Handbewegung zum Eingang. Ungefähr zeitgleich baut „unser Mönch“ am runden Tisch ganz organisch (hier jedoch sehr verkürzt wiedergegeben) ins Gespräch ein, dass alle Religionen aus ihrer Sicht Recht haben, alle etwas für sich geprüft und für richtig befunden haben und sie alle nebeneinander bestehen könnten - wenn sie einander wohlwollend und tolerant beschauen würden und in einem lebendigen Austausch stehen könnten. Es steht den einen nicht zu, sich über die anderen zu erheben und dies fängt für ihn schon bei den Moralvorstellungen an. Warum stellt man sich über die anderen mit seinem Glauben? Oder seinen spirituellen Ideen? Oder etwa dem, was „sich gehört“?! Geschickt platziert. Kaum jemand konnte die Dame mit den Hotpants ausblenden, achtsam dem Gespräch folgen und von sich behaupten, dass nicht zumindest ein klitzekleiner wertender Gedanke aufgekommen war…

Pilgerstätten und Alltagsprobleme

Ganz offensichtlich und unaufhaltsam wird aus einer Reise, die die Ausbildung in traditioneller Thai-Yoga-Massage zum Schwerpunkt haben sollte, eine spirituelle Reise, die etwas tief in uns anrührt. Weitere buddhistische Unterweisungen, die Pilgerstätte für die alljährliche Wanderung auf den heiligen Berg Doi Suthep, die Gedenkstätte für Sri Vichai, von Achtsamkeit geprägte traditionelle Rituale mit den Elementen, sowie einige andere Tempel, Meditationen und stille Naturbetrachtungen an Wasserfällen bereichern unsere Tage - und immer wieder ruft uns Wat Srisuphan. 
Unsere Gespräche miteinander werden genau wie der Verlauf dieser Reise immer inniger, achtsamer und erkenntnisreicher. Momente des Kummers, des Jammerns oder Sorgens gehen wesentlich schneller vorbei, als uns dies sonst möglich ist - wir spüren, wie wir uns der Reise und den Erkenntnisprozessen hingeben. Doch in uns regt sich auch eine Art kleiner Rebell, der die Theorien aus den Monk Chats im realen Leben überprüfen möchte. In einem Leben, in dem wir uns mit einem schwierigen Chef, Mobbing, unangenehmen Verwandten, stänkernden Geschäftspartnern oder Kunden und vielleicht auch Freunden, von denen wir uns langsam entfernen, auseinandersetzen müssen. Was würden die Mönche uns wohl hierzu sagen? Jene jungen Mönche, die bereits mit sieben Jahren ins Kloster eintraten und seitdem innerhalb ihrer Sangha geborgen leben und das Leben der Westler nicht aus eigener Erfahrung kennen. Uns bewegt die Frage, inwieweit die Lehren des Buddha auch auf diese Grauzonen anzuwenden sind, in denen es uns kaum möglich ist, das Metta (liebende Güte) aus dem Herzen fließen zu lassen und die Gesamtsituation so anzunehmen, wie sie ist. Vieles erscheint uns lediglich innerhalb eines eher abgeschiedenen Lebens anwendbar oder zumindest in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Und so machen wir uns, gewappnet mit einem Zettel voller Fragen, ein weiteres Mal auf zum Tempel und haben das Glück, dieses Mal mit einem Mönch allein zu sprechen - unser ganz persönlicher Monk Chat. Wir spüren in uns die Schönheit und Kraft dieser Chance und beginnen ohne Umschweife mit den Fragen, die sich uns nach den ersten Gesprächen aufgetan haben. 

Sich selbst wertschätzen

Der Mönch blickt uns verblüfft an und geht sehr bedacht auf alles ein. Dieses Mal ist alles anders. Immer mehr Mönche gesellen sich an unseren Tisch und manche von den ganz jungen schreiben nun ihrerseits in Schulhefte die Fragen und Antworten des Gespräches mit. Wir lachen herzhaft, wir hinterfragen intensiv und wir erklären einander die jeweiligen Probleme der westlichen Welt und des Alltags eines Mönchs. Irgendwann stellt sich auch die Frage nach dem eigenen Wohl, der Abgrenzung gegenüber Dingen und Menschen, die in gewisser Weise einen negativen Einfluss auf uns haben. Ist es wirklich „richtig“ oder „in Ordnung“, wenn man sich von Menschen sozusagen trennt, die einem nicht oder nicht mehr gut tun? Wo bleibt denn da Metta, wo das Mitgefühl? Wir können nicht glauben, dass ein buddhistischer Mönch uns dies nicht auszureden versucht, sondern sogar mit Nachdruck dazu rät. 

„Ihr könnt wieder und wieder mit einem Menschen sprechen und versuchen Konflikte zu klären - doch ihr müsst auch erkennen, wann es vergebliche Mühe ist und ihr letztlich das Leben des anderen nur stört - und euch selbst nicht gut tut. Schützt euer Leben.“

Es ist einer der vielen Momente, in denen wir ganz klar erkennen, wie sehr uns die christlichen Ideale gelebter Nächstenliebe und eines bedingungslosen Altruismus geprägt haben. Wie tief in uns eine Bereitschaft zur Selbstaufgabe oder zumindest dem „sich nicht so wichtig nehmen wie die anderen“ verankert ist. Wir ahnen, dass dieses so gesunde und selbstbewusste Aussprechen der Wertschätzung für das eigene Leben und die damit verbundene Lebenszeit für viele Menschen fast schon egoistisch erscheinen kann, besonders aus dem Munde eines Mönches. Wir erzählen ihm von diesen Gefühlen und sprechen daraufhin über Jesus, den der vietnamesische Mönch sehr schätzt. Über die Religion unserer Heimat und über die Kultivierung einer täglichen Praxis, sei es der Meditation oder des Gebets. Es erscheint uns fast so, als hätte dieser junge Mönch uns nicht nur mit seiner Weisheit beschenkt, sondern auch mit einer Art „Erlaubnis“ (so seltsam dies klingen mag). Der Erlaubnis, uns selbst als den wichtigsten Menschen in unserem Leben anzusehen und uns zu wertschätzen, mit jedem Moment, der Teil unseres Lebens ist, jeder Begegnung und Unterhaltung. Ab und an flammt noch so etwas auf wie „Darf ich das wirklich?!“ oder das Gefühl, Gefahr zu laufen, als arrogant zu gelten. Doch immer mehr wächst in uns der Samen, dass das beste aus beiden Wegen sich zu einem wunderbar gangbaren Weg vereinen darf, der niemals dazu führen wird, das wir uns und unsere Träume begraben oder verleugnen würden, aber stets bereit sein können, anderen zu dienen und uns hinzugeben.

„Es gibt keinen Weg zum Glück, Glück ist der Weg. Buddha sagt, es sei unsere Pflicht unser Leben zu schützen, auf das wir ein langes Leben haben. Und wir sollten alles tun, um es zufrieden zu leben.“

Fazit: wir hätten nicht erwartet, einen so praktischen Leitfaden und lebensechten Anstoß von einem so versteckt lebenden Mönch zu erhalten und sind von Herzen dankbar für eine Erfahrung, die unser Leben nachhaltig nährt. 

Mittwoch, 30. April 2014

Beltane - Mit voller Kraft in den Sommer starten!

Heute Nacht bzw. morgen den ganzen Tag feiern viele Menschen in England, Irland und teilweise auch anderen europäischen Ländern Beltane. Über die rituellen Zeremonien der alten Zeit ist wenig bekannt, da es von allen Jahreskreisfesten das Fest der Priester war. Dafür ist das Brauchtum des Volkes größtenteils bis heute erhalten geblieben (Tanz in den Mai, Maibaum, Bel-Feuer, Walpurgisnacht etc.). Beltane markiert den Beginn des Sommers und Bel ist sowohl der keltische Sonnengott als auch die gebräuchliche Vorsilbe für "hell, glücklich". Zur Zeit um Beltane ist Fruchtbarkeit das große Thema und viele Riten drehten sich darum, Energien anzuziehen, die dann auf ein gewünschtes Ziel gelenkt wurden - üblicherweise ging es um die Fruchtbarmachung der Nutzpflanzen oder des Viehs, so dass das Wohlergehen der Bevölkerung gesichert war. Die jungen Menschen durften sich in dieser Nacht weit weg von den wachsamen Augen der Eltern im Wald auf Blätterbetten lieben und alle anderen liebten sich auf dem Feld - im Glauben es dadurch fruchtbar zu machen. Alle Kinder, die dadurch entstanden bekamen den Beinamen "Merrybegots" (durch Glück empfangen). Ein Tag also, an dem die Menschen seit jeher ihre Sexualität feierten.
Beltane eignet sich energetisch hervorragend, um über die männlichen und weiblichen Anteile in sich zu meditieren und sich zugleich der schöpferischen und kreativen Kraft des Frühlings bewusst zu sein. Wie gut sind Anima und Animus (C.G. Jung) in mir entwickelt? Wie arbeiten diese Aspekte zusammen - oder vielleicht gegeneinander? Lebe ich meine Weiblichkeit/Männlichkeit? 
Diese Kontemplation lässt sich danach auf die Partnerschaft ausweiten - und darüber hinaus sogar auf die Beziehung zur Welt. Wenn aus der Vereinigung eines Mannes und einer Frau "Merrybegots" entstehen können, so kann aus der Verschmelzung und Interaktion der weiblichen und männlichen Anteile eine kreative Schöpferkraft entstehen, die nur darauf wartet, ausgedrückt zu werden. Dies kann energievoll angereichert werden (auch ohne eine Zeremonie), wenn man barfuß durch den Garten oder einen Park geht und sich auf die aufsteigenden Energien der Natur einstimmt, auf dass die eigene Kreativität und Vitalität erweitert werden.

Alle, die es zeremonieller mögen, können nach dem Gang in der Natur zuhause 2 Kerzen aufstellen und zur linken weiße Blumen und Symbole für den Mond hinstellen oder legen (silber, grau, weiß) und damit für die Weiblichkeit und zur rechten gelbe Blumen und Symbole für die Sonne (gold, gelb) und damit für Männlichkeit. Finde deinen Platz in der Mitte dieser Gegenstände, so dass die Mondin zu deiner Linken ist und Vater Sonne zu deiner Rechten. Vielleicht möchtest du dazu deinen heiligen Raum öffnen. Tue dies auf deine Weise. Widme dich zunächst deiner Kreativität und schaue, wie entfaltet oder begrenzt diese ist. Möchtest du sie ausweiten oder bist du zufrieden? Entzünde dann mit deiner jeweiligen Intention oder vielleicht einer inneren Haltung der Dankbarkeit deine beiden Kerzen.
Dann beginne deine Meditation über deinen weiblichen Anteil (wenn du eine Frau bist) und danach über deinen männlichen Anteil (für die Männer umgekehrt). Sollten sich dir klare Symbole zeigen, die am Ende der Meditation stehen bleiben, so kannst du diese bitten miteinander zu verschmelzen. Es kann dabei dein kraftvolles Symbol für die kommenden Monate entstehen. Widme dich noch einmal deiner Kreativität und bitte das kraftvolle Symbol, diese zu befruchten, auf das sie im kommenden Jahr (weiterhin) erblühen möge! Hierzu kannst du auch eine weiße Blume in deine linke Hand nehmen und eine gelbe in deine rechte und die beiden Energien durch dich hindurchfließen lassen. Spüre dem nach, was innerlich geschieht. In deiner Zeit beende diese Zeremonie für dich.

Man sagte, in dieser Nacht wird das Kind des Lichts geboren. In diesem Sinne wünsche ich euch/Ihnen allen ein wundervolles Beltane! Möge es unser aller Kreativität erblühen lassen und zum Besten dieser Welt beitragen. Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Winterzeit: Das kommende Jahr vorbereiten

Pflanzen und Tiere nutzen den Winter dazu, die gesammelten Reserven zu verwerten und sich innerlich auf das kommende Jahr vorzubereiten.
Wir Menschen halten vielleicht keinen Winterschlaf wie viele Tiere oder können nicht immer einfach in den Süden fliegen, um der Jahreszeit auszuweichen - stattdessen ist dies für die meisten von uns eine Zeit, in der wir eher introvertiert sind.
Die warme Gemütlichkeit des eigenen Zuhauses lässt sich wunderbar nutzen, analog der Flora und Fauna auch unsere gesammelten Reserven anzuschauen und die darin enthaltenen Erfahrungen zu auszuwerten und daraus eine Vision, ein Ziel, eine Klarheit für das kommende Jahr zu entwickeln, das zwar schon seit 9 Tagen begonnen hat, aber vielleicht noch nicht sofort voll erblüht ist...

Noch ist die Zeit da, sich seine klare Absicht für 2014 zu vergegenwärtigen.
Besonders all jene, die sich im "Hamsterrad Burn-Out" befinden, sollten sich gerade deswegen ein wenig Zeit nehmen und versuchen, sich in dieser Jahreszeit ganz bewusst darauf einzustimmen, was sie sich wünschen und wohin der Weg sie künftig führen soll.
Sie könnten sich hierzu zum Beispiel folgende oder ähnliche Fragen beantworten:


Wie soll 2014 für mich werden?
Welche Erfahrungen haben mir letztes Jahr die größte Freude bereitet?
Wie oder womit kann ich dieses Jahr sogar noch mehr Freude erleben?
Welche Transformationen wünsche ich mir - was darf/soll/könnte sich ändern?
Worauf möchte ich mich (mehr) fokussieren?


Möge die Kraft des Weißdorns dabei helfen, die Absicht des Herzens zarte Knospen austreiben zu lassen... und mögen diese im Frühjahr voller Kraft erblühen, wenn die Welt um uns herum erblüht!

Freitag, 20. Dezember 2013

Erfahrungen vervollständigen

Gerade jetzt, da sich das Jahr dem Ende neigt und die Zeit der Wintersonnenwende ist, können wir uns Ritualen zuwenden, mit denen wir das Alte verabschieden und das Neue begrüßen, Dinge abschließen, Ordnung schaffen und uns in unser gemütliches Heim zurückziehen.

Dieses kleine Ritual kann ich als Übung empfehlen - es bringt Klarheit und hoffentlich auch Spaß, wenn man sich die folgenden Fragen beantwortet.  Finden Sie bitte für jede Frage gut 5-10 Antworten (wenn nicht sogar mehr).
Am Ende können Sie einige Beispiel-Antworten sehen...

  
Ritual der Vervollständigung

Wenn wir eine Erfahrung komplett verinnerlichen wollen (egal ob diese positiv oder negativ wahrgenommen wurde), so ist es wichtig, sie für sich abschließend zu betrachten.
In diesem Fall ist es eine schöne Variante, dieses kleine Ritual der Rückschau auf 2013 zu widmen — schließen wir das Jahr ab und verinnerlichen die Erfahrungen, die es uns gebracht hat, so können die neuen Erfahrungen und Momente des Jahres 2014 auf uns zukommen.
Grundsätzlich können diese Fragen natürlich auch in allen anderen Zeiten des Übergangs oder der Vervollständigung von Erfahrungen angewendet werden.
  • Was waren Ihre liebsten Erfahrungen?
  • Was waren Ihre am wenigsten geliebten Erfahrungen?
  • Was haben Sie daraus mitgenommen, was waren Ihre A-Ha's, wofür können Sie Dankbarkeit empfinden?
Was recht einfach klingt, kann sehr kraftvoll sein. Wie bei allem kommt es auf die innere Haltung an, mit der wir uns einem solchen Ritual widmen.


Gerne teile ich an dieser Stelle ein paar meiner Antworten, um es zu veranschaulichen:


Mein Ritual für 2014

3 Lieblingserfahrungen

    * 2013 an gleich 3 Herzens-Büchlein gearbeitet zu haben und deren Entstehung erleben zu dürfen — was für ein Prozess (innen wie außen)
    * das regelmäßige Mentoring und der innige Austausch mit Seán ÓLaoire und Dirk
    * die wunderbaren Seminare, die ich geben durfte 


3 "eher unschöne Erfahrungen"

    * Zu fühlen, wie stark eine ganze Familie durch Krankheit eines Familienmitglieds beeinträchtigt werden kann
    * die große OP unserer Hündin

    * zu spüren, wie lange es dauern kann, bis man auf dem Land als "Zugezogene" akzeptiert wird (vor allem, wenn man "so schamanischen Kram" macht)


Was habe ich daraus mitgenommen?

    * wie wichtig Verbundenheit und gemeinsames Schöpfertum in meinem Leben ist
    * welch vielschichtigen Einfluss meine Umgebung auf mich haben kann
    * wie wunderbar es ist, in einem "großen Rudel" zu leben

Dies ist nur ein kleiner Einblick.

Nutzen auch Sie diese Übung, um wichtige oder einschneidende Erfahrungen zu ordnen, ihnen nachzuspüren, zu verinnerlichen und abzuschließen.
Dann sind Sie bereit, diese loszulassen und damit Platz für viele wunderbare Erfahrungen in 2014 Platz zu schaffen!
Wenn Sie die Zeit dazu finden, gehen Sie all dies noch 2013 durch, um es buchstäblich "im alten Jahr zurückzulassen". 
Besinnliche und gesegnete Tage Ihnen allen!

Samstag, 5. Oktober 2013

Seminar Seelenteilrückholung

Zeit für deine Seele, Zeit voll in deine Kraft zu kommen!

Die Zeit des Herbstes dient ganz wunderbar dem Loslassen und bereitet uns auf einen winterlichen Rückzug ins gemütliche Zuhause vor. Früher wurde diese Zeit zum Krafttanken genutzt, um im Frühjahr "durchzustarten". In unserer schnelllebigen Zeit fehlen solche Oasen mitunter völlig und die Reserven sind bei vielen Menschen schon lange aufgebraucht (Burn-Out, Antriebslosigkeit, Melancholie, chronische Unzufriedenheit... uvm.)
Aus schamanischer Sicht führen einschneidende, traumatische Erlebnisse zum Verlust von Seelenteilen. Dies verursacht z.B. ein Gefühl, als wären wir vom Leben abgeschnitten, ein Gefühl der Unvollständigkeit. Ebenso speichert dieser verlorene Seelenteil einen Teil unserer Lebensenergie, der uns nicht mehr zur Verfügung steht. Nach schamanischem Verständnis hält das Universum eine solche Leere nicht aus und versucht die Teile zu ersetzen, was teilweise durch Krankheiten geschieht. Der Seelenteilverlust kann so u.a. zu Depressionen, Müdigkeit oder chronischem Energiemangel führen. Der Verlust des klaren Blickes auf den eigenen Seelenpfad kann eine Folge auf der psychischen Ebene sein.
Auch die moderne Psychologie erkennt an, dass Teile des Selbst abgetrennt werden können (Dissoziation).

Wann kann ein Seelenteilverlust geschehen?
  • negative Emotionen der Kindheit (u.a. Gefühl des Ungeliebtseins, Verlassenseins)
  • Trennung (Gefühl, ein Teil sei noch bei dem Ex-Partner/zerrüttete Familien)
  • Tod einer nahestehenden Person („es ist, als sei ein Teil von mir auch gestorben“)
  • Schwere Operation (Gefühl nicht vollständig aus der Narkose erwacht zu sein)
  • Missbrauch in jeglicher Form
  • Starker Rausch
  • Unfall
  • Überfall/Gewalterfahrung
Es ist erwiesen, dass die Integration eines verlorenen Seelenteils innerhalb einer Gruppe, die einen achtsam begleitet und annimmt, wesentlich leichter geschehen kann - weswegen es den indigenen Völkern völlig fremd wäre, als einzelner Mensch zu einem Schamanen/Berater zu gehen, ebenso waren alltägliche Rituale zur Annahme der Seelenanteile selbstverständlich.

In diesem 2-Tages-Seminar erhalten 8 Teilnehmer die Möglichkeit der berührenden Heimkehr ihrer Seelen!
Zudem ist es möglich, dass am zweiten Tag (Sonntag) all jene teilnehmen können, die vertiefende Übungen, das Loslassen von einengendem Ballast, kraftvolle Naturrituale, Klärung der Ahnenreihe (sowohl die Vor- als auch die Nachfahren!) und eine vollständige Annahme ihrer Seelenanteile erleben möchten - und vieles mehr!
Ich freue mich auf alle Menschen, die ich mit dieser wunderbaren Arbeit begleiten darf und die Gruppe, die sich finden wird - es passt einfach immer! Nutzen wir gemeinsam die Kraft von Samhain, der Zeit, in der die Spirits noch näher sind als sonst...
Ich wünsche allen einen farbenfrohen Herbst,
Jennie Appel.

Seminar Seelenteilrückholung

Zeit für deine Seele, Zeit voll in deine Kraft zu kommen!
02.+03. November 2013
jeweils 10:00 – 18:00 Uhr
Seminarpreis inkl. Einzelsitzung zur Seelenteilrückholung: 180,- Euro
Vertiefungstag/nur 3.11.: 95,- Euro
Ort: Mühlheim am Main

Ich bin von dieser inneren Arbeit von ganzem Herzen überzeugt!
Eine Teilnahme sollte nicht am Geld scheitern - sprechen Sie mich in diesem Fall bitte an.

Artikel zur Seelenteilrückholung - für alle, die mehr darüber wissen möchten

Donnerstag, 22. August 2013

Das Selbstinterview - familiäre Strukturen erkennen

"Nichts von den Programmierungen vor dem 6. Lebensjahr entspricht unseren eigenen Wünschen, Sehnsüchten und Betrebungen - es stammt aus dem Beobachten der Eltern und des Umfelds." 
(Bruce Lipton)

Wenn so vieles in uns auf den Erlebnissen mit und den Beobachtungen von unseren Eltern, Großeltern und anderen nahestehenden Menschen fußt, so ist allein dies schon Grund genug, sich einmal ausführlicher mit seiner Herkunftsfamilie und den dortigen Strukturen auseinanderzusetzen. Wir übernehmen so manche Glaubenssätze und Eigenschaften der Eltern (die wir vielleicht niemals nachmodellieren wollten!) und selbst die energetischen Strukturen "bauen" wir nach. 
Die Autorin Marsha Lucas beschreibt in ihrem Buch "Schalten Sie Ihr Gehirn auf Liebe" die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gehirnforschung in einem warmherzigen und durchaus verständlichen Schreibstil. Das Buch stellt die Erkenntnisse zum Thema Achtsamkeit vor, und wie die Praxis der Achtsamkeit(smeditation) unsere neuronalen Bahnen im Gehirn verändern kann - und damit so mache ganz alltägliche Beziehung neu gestaltet und bereichert.
Auch Marsha Lucas ist der Meinung, dass man seinen familiären Strukturen einige Aufmerksamkeit widmen sollte und gibt hierzu ein Selbstinterview an die Hand, welches ich mit freundlicher Genehmigung der J.Kamphausen Verlagsgruppe sehr gern teilen möchte. Es lohnt sich, sich einmal Zeit für diese innere Arbeit zu nehmen... Alle einengenden oder überholten Muster, die wir erkennen und auflösen können, verhelfen uns und unserer jetzigen Familie oder Liebesbeziehung zu einem gesünderen und liebevolleren Umgang miteinander. 
Viel Freude und gute Erkenntnis!


Selbstinterview: Entdecken Sie die Elemente Ihrer Geschichte


Das nun folgende Selbstinterview kann dazu beitragen, dass Sie ein besseres Verständnis der Geschichte Ihrer Bindungen entwickeln. Es soll Sie und Ihr geschäftiges Gehirn so lange stillsitzen lassen, bis Sie etwas mehr Licht auf das, was Ihren Beziehungsstil geprägt hat (und Ihr Gehirn), geworfen haben. Wenn wir unsere Geschichte im Geiste vorüberziehen lassen, dann kürzen wir oft ab oder nuscheln; wenn wir sie aber zu Papier bringen (oder auf der Tastatur eintippen), dann wird unsere Erkundung zusammenhängender und nützlicher. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie es in Ihrem eigenen Tempo. Vielleicht werden Sie es innerhalb eines Nachmittags schaffen, vielleicht brauchen Sie einen Monat oder länger. Vielleicht müssen Sie es eine Zeit lang zur Seite legen, damit sich alles festigen und beruhigen kann, bevor Sie erneut damit anfangen. Wenn neue Erinnerungen auftauchen – oder Sie durch Erinnerungen an neue Informationen gelangen –, können Sie zu bestimmten Fragen zurückgehen.

Bevor Sie damit anfangen: Wenn Sie Ihre Erfahrungen in einer zusammenhängenden Art und Weise in Worte fassen, hilft Ihnen das sehr dabei, sich selbst besser zu verstehen; es bringt zudem zum Vorschein, was sich sonst in den Ecken „versteckt“, damit Sie es mit größerem Verständnis und Mitgefühl betrachten können. Finstere Dachböden und die Dinge, die dort lauern, können jedoch auch ziemlich beängstigend sein. Wie bei jeder Übung also, bei der Sie auf Dinge von sich selbst oder aus Ihrer Geschichte stoßen können, die schmerzhaft oder schwierig sind, ermuntere ich Sie dazu, sanft zu sich zu sein, während Sie diesen Fragen nachgehen. Es gibt keinen Preis für den Stärksten und Härtesten oder für den, der es ganz von alleine schafft – wenn es schwer wird, können Sie ruhig Hilfe suchen, vielleicht von einem Psychotherapeuten.



     Wie war Ihre Familie, als Sie noch jung waren? (Es kann helfen, diese Frage in unterschiedliche Zeitabschnitte aufzuteilen – beispielsweise Grundschule, Gymnasium, Weiterbildung.)

     Aus welchen Personen bestand Ihre Familie, als Sie aufwuchsen? Gab es damals weitere wichtige Akteure, ein Lehrer etwa, ein Babysitter, Cousins, die in der Nähe wohnten, einen Nachbarn? Wie war das Verhältnis zwischen Ihnen und jedem dieser Akteure? (Hier kann es helfen, eine Art „Stammbaum“ oder Beziehungs-Diagramm zu erstellen. Verwenden Sie ruhig Farben, Formen und unterschiedliche Linien, um die emotionalen Verbindungen zwischen den Zweigen und dem Blattwerk hervorzuheben – oder ihren Mangel.)

     Änderten sich die Beziehungen in Ihrer Familie, als Sie älter wurden? (Auch hier kann ein Diagramm hilfreich sein.)

     Wie war Ihr Vater? Versuchten Sie irgendwie, wie er zu sein – oder sich nach Möglichkeit von ihm zu unterscheiden? Wie steht es mit Ihrer Mutter?

     Wie lernten Sie, wie man in der Welt „ist“? Belehrten Sie Ihre Eltern; waren Sie bei der Art und Weise, wie Sie sich verhalten sollten, vorbildlich? Wenn Sie etwas vermasselten, wie reagierten sie dann? Wie wurden Sie bestraft? Wirkte sich das positiv, negativ oder neutral auf Sie aus?

     Erinnern Sie sich an Zeiten, in denen Sie von Ihren Eltern getrennt waren? Wie alt waren Sie damals?

     Welche Emotionen spielten, als Sie aufwuchsen, die größte Rolle in Ihrer Familie? Trauer? Freude? Wut? Wenn ein Familienmitglied eine stark emotionale Phase durchlief, wie reagierten die anderen Familienmitglieder darauf? Entsprach man dieser Stimmung, ignorierte man sie, bekämpfte man sie?

     In welcher Weise, glauben Sie, beeinflussen Ihre Beziehungen als Heranwachsender Ihre gegenwärtigen Beziehungen als Erwachsener? Gibt es emotionale oder Beziehungsgewohnheiten, die Sie am liebsten nie angenommen hätten? Oder solche, bei denen Sie froh sind, dass Sie sie erlernt haben?

     Wenn Sie mit einem einzigen Signal die Art und Weise ändern könnten, wie Sie denken und sich fühlen, was würden Sie dann – falls überhaupt – an sich ändern? Wie steht es um die Art und Weise, wie Sie sich auf andere beziehen?


(Diese und viele weitere Übungen zum Thema Achtsamkeit finden Sie in dem Buch "Schalten Sie Ihr Gehirn auf Liebe" von Marsha Lucas, erschienen im J.Kamphausen Verlag)